Meckatzer Finn Cup, 14./15.08.10

Badespaß am Rottachsee

„Es lächelt der See, er ladet zum Bade“, sagt der Poet. Nun, der Rottachsee lächelte nicht, zeigte sich eher etwas verdrießlich. Die Einladung zog er aber nicht zurück, half eher noch nach. Er offerierte einen Wind, der zwar soo erschröcklich nicht war (4-5 mit einigen Böen), doch der gemeine homo bavariensis fühlt sich bald in seiner königlichen Ruhe gestört.

Den Testreigen auf die Badequalität des noch jungen Stausees im Allgäu eröffnete Jack Larsen GER 168 bereits vor dem Start. Da er keine Ambitionen in diesem Wettbewerb hatte, ließ er vorsichtshalber die letzte Wettfahrt aus.
Der Sitting Bull GER 49 mußte dann auch bald „eine ins Gwasch“. Sein Wiedereinstieg ins Gefährt misslang, als er das Ruder als Aufstiegshilfe missbrauchen wollte. Dieses löste sich aus seiner Verankerung , und der Bull musste sich entscheiden: Boot festhalten oder Schiff? Er hielt es mit dem Ruder, und die herbeigeeilte Wasserwacht musste Kahn und Bull samt Ruder retten.
Tragisch endete auch der Fonsä GER 82. Zuvor schon aufgefallen durch seine Vorwind-Ritte mit Schwert ganz oben, ereilte ihn das Schicksal in der 3.Wettfahrt kurz vor dem Leefaß. Schwert voll gezogen, das ist eine kitzlige Angelegenheit bei erhöhter Windstärke. Danach fuhr er mit Knieproblemen heim.
„Meister der Bademeister“ wurde Andi Schoop GER 117, welcher in einer Wettfahrt 2mal das lauwarme Naß aufsuchte.
Manni Pöschls (GER 48) Einlage schließlich war entscheidend für die Erteilung der Ehre des Schreibers Er legte sich in der 3. Kreuz der abschließenden Wettfahrt hin, wodurch er Karl Schmid GER 137 noch zum Zweiten bei Punkt- und Platzgleichheit mit dem Schreiber verhalf.
Der Abschluß des Planschvergnügens fand beim finalen Anlegen am Clubgelände statt. Pip Pandler GER 63 und der Opa GER 3 verließen ihre Untersätze zu früh und fühlten alsbald das Wasser über sich zusammenschlagen.

Ja, Badetag, ein schöner Tag, einer seift den andern ein! Das ist jetzt die Überleitung zum Sportlichen. Eingeseift hat nur einer, der Mitterer Maschd GER 22, und zwar alle anderen. Ob Ost- (Samstag) oder West (Sonntag), der Maschd war nicht zu bremsen, einmal sogar bei sehr schwachem Beginn. Lieber Petrus, schicke uns doch mal einen schicken Operettenwind! Der Ausgang des Streits um die restlichen Plätze ist der Ergebnisliste zu entnehmen. Übergewicht war kein Nachteil.
Zu berichten wäre noch von einem Teilnehmer, der sonst in einer (olympischen!) Klasse segelt. Dort gibt es angeblich keine Zweikämpfe, dort „lässt einer den anderen in Ruhe segeln“. Vor allem das schamlose Ausnutzen der Regeln sei von Übel. Hm, das hört sich nach (Alt-)Herrensport aus dem 19. Jahrhundert an ! Sollte man sich fürs hohe Lebensalter vormerken.

Kommen wir zur Betreuung an Land, und da gibt es ein summa cum laude! Was der Felix , unser ehemaliger Webmaster und heutiger Präsident der SSG Rottachsee da zusammen mit seiner Frau an Rundumversorgung auf die Beine stellte, war ein Kontrastprogramm zu den kalten, anonymen Events, die man heute vielfach erlebt. Da kommt jeder gern wieder.

WM, GER 3